VORWORT

Leonore Gewessler, BA

© BMK – Cajetan Perwein

LEONORE GEWESSLER, BA

BUNDESMINISTERIN FÜR KLIMASCHUTZ, UMWELT, ENERGIE, MOBILITÄT, INNOVATION UND TECHNOLOGIE

Eine leistungsfähige, zukunftsfähige Infrastruktur liefert wichtige Beiträge für nachhaltigen Klimaschutz und für eine erfolgreiche Energiewende. Gerade während der Corona-Krise stehen wir vor der Herausforderung, unsere Infrastrukturen in jeder Hinsicht fit für die Zukunft zu machen. Future Business Austria liefert wichtige Beiträge und Befunde zu den Anforderungen an die Infrastruktur der Zukunft – und zu den Chancen Österreichs, mit einer hochwertigen, klima- und wirtschaftsfreundlichen Infrastruktur im internationalen Wettbewerb zu punkten. Erfreulich ist, dass sich die befragten Managerinnen und Manager zu einer partnerschaftlichen Lösung bezüglich der Klimaschutzkosten bekennen und nachdrücklich auch den Ausbau des öffentlichen Verkehrs sowie der Radwege einfordern. Energiewende und Klimaschutz sind für den Standort Österreich ein Gewinn.

In diesem Sinn wünsche ich mit dem neuen Österreichischen Infrastrukturreport 2021 spannende und aufschlussreiche Einblicke in die Zukunft der Infrastruktur.

Leonore Gewessler, BA

© BMLRT – Paul Gruber

ELISABETH KÖSTINGER

BUNDESMINISTERIN FÜR LANDWIRTSCHAFT, REGIONEN UND TOURISMUS

Der große Stellenwert der Digitalisierung ist in der Corona-Krise in ganz Österreich deutlich geworden. Digitale Anwendungen haben Menschen und Unternehmen krisenfester gemacht. Umso wichtiger ist es, dass sich ganz Österreich auf eine hochwertige digitale Infrastruktur verlassen kann. Der Österreichische Infrastrukturreport 2021 der Initiative Future Business Austria macht dankenswerterweise die „digitale Chancengerechtigkeit“ zwischen Stadt und Land zum Thema und zeigt auf, wie wichtig die digitale Versorgung unserer ländlichen Räume ist. Digitalisierung macht ländliche Räume krisenfest, wirtschaftlich attraktiv und verhindert so die Landflucht. Nach den Schätzungen der befragten Manager beträgt das Produktivitätssteigerungspotenzial durch neue digitale Anwendungen enorme 14,2 Prozent. Die Realisierung dieses Potenzials würde für Österreich – und damit auch für den ländlichen Raum – eine Produktivitätssteigerung von rund 56,61 Milliarden Euro möglich machen. Diese Chance dürfen wir uns in ganz Österreich nicht entgehen lassen.

Leonore Gewessler, BA

DR. MAGNUS BRUNNER

STAATSSEKRETÄR
BUNDESMINISTERIUM FÜR KLIMASCHUTZ, UMWELT, ENERGIE, MOBILITÄT, INNOVATION UND TECHNOLOGIE

Eine der größten politischen Herausforderungen unserer Zeit ist es, nachhaltige und kluge Klimaschutzkonzepte mit einer zukunftsorientierten Infrastrukturpolitik zu vereinen. Zum Glück sind wir in Österreich umgeben von innovativen Betrieben – von neu gegründeten Start-ups bis zu den größten Industrieunternehmen. Wir haben unglaublich viele „Hidden Champions“, die auf dem Weltmarkt eine führende Rolle spielen – und einen großen Beitrag im Bereich der Nachhaltigkeit leisten können und damit den Standort stärken. Diese müssen wir weiter fördern, damit wir im Wettbewerb der Ideen und Systeme am Puls der Zeit bleiben. Unsere Aufgabe im Infrastrukturministerium ist es, die Rahmenbedingungen in unseren Ressortbereichen Klimaschutz, Umwelt, Innovation, Mobilität, Energie und Technologie für die heimische Wirtschaft so zu gestalten, dass Österreich Entwicklungsmotor bleibt und auch auf europäischer Ebene Vorbild für andere ist. Durch die Instabilität der internationalen Wirtschaftsbeziehungen und unterschiedliche Entwicklungsgeschwindigkeiten sind in vielen Bereichen europäische Lösungen gefragt. Dazu wollen wir beitragen. Der vorliegende Österreichische Infrastrukturreport liefert wertvolle Analysen und Einsichten, die eine willkommene Grundlage für strategische Fragen unserer Infrastrukturpolitik sind.

Leonore Gewessler, BA

MAG. HANS PETER DOSKOZIL

LANDESHAUPTMANN DES BURGENLANDS

Das Burgenland investiert in Menschen, Ideen und Infrastrukturen. Der Infrastrukturausbau ist für unser Land ein Thema, das sich auch als essenzieller Bestandteil in unserem Regierungsprogramm wiederfindet, da er eine wichtige Basis für ein gesundes Wachstum, Arbeitsplätze und Sicherheit darstellt. Alle Infrastrukturen – von erneuerbarer Energie über die Straße bis zum Breitbandnetz – sind für uns wichtige Verbindungen in die Zukunft. Der Österreichische Infrastrukturreport 2021 der Initiative Future Business Austria liefert mit seinen Befunden und Erkenntnissen eine willkommene Unterstützung, indem er aufzeigt, was wir tun müssen, um unsere Infrastrukturen für Menschen und Unternehmen noch besser weiterzuentwickeln.

Leonore Gewessler, BA

© Gernot Gleiss

DR. PETER KAISER

LANDESHAUPTMANN VON KÄRNTEN

Eine gut ausgebaute Infrastruktur in den Bereichen Schiene, Straße, Luftfahrt und Breitbandversorgung ist für uns ein wichtiger Standortfaktor in der Dreiländerregion mit Italien und Slowenien. Gerade nach den Erfahrungen mit der Corona-Krise müssen wir die Voraussetzungen für die künftige Kärntner Erfolgsgeschichte stärken und brauchen eine erstklassig ausgebaute und moderne Infrastruktur. Sie ist für Kärnten eine unverzichtbare Grundlage. Daher ist auch die optimale Abstimmung zwischen europäischer, nationaler und regionaler Infrastrukturplanung eine ganz wichtige Zukunftsherausforderung. Wir wollen und werden trotz der Corona-Pandemie unsere Position als attraktiver Wirtschafts- und Lebensstandort weiter stärken und gezielt ausbauen. Denn Kärnten ist nicht nur ein attraktives Tourismusland, sondern auch ein Industrie-, Wirtschafts- und Hochtechnologieland. Wenn wir es schaffen, Kärnten für die bestehenden Unternehmen, aber auch für künftige Investoren attraktiv zu machen, sind die soziale Sicherheit, Arbeitsplätze und Wohlstand garantiert. Die Erkenntnisse des Österreichischen Infrastrukturreports 2021 der Initiative Future Business Austria sind für unsere Arbeit eine wertvolle und willkommene Unterstützung und Hilfestellung.

Leonore Gewessler, BA

MAG.a JOHANNA MIKL-LEITNER

LANDESHAUPTFRAU VON NIEDERÖSTERREICH

Nach der Corona-Krise ist es besonders wichtig, anzupacken und Wirtschaft, Wohlstand und Arbeit für die Zukunft zu sichern. Mit unserer Wirtschaftsagentur ecoplus haben wir auch während der Krise Unternehmen dabei unterstützt, im Land Niederösterreich wieder rasch durchstarten zu können. Eine erstklassige Infrastruktur ist uns ein besonderes Anliegen – vom Verkehr bis zum Breitbandinternet, und zwar in allen Regionen. Daher begrüßen wir, dass der Österreichische Infrastrukturreport 2021 seitens der Initiative Future Business Austria einen Fokus auf die ländlichen Regionen und ihre Infrastrukturversorgung richtet; ein wichtiger Ansatz, um die Kommunikation und das Wirtschaften der Zukunft zu ermöglichen.

Leonore Gewessler, BA

© Land OÖ

MAG. THOMAS STELZER

LANDESHAUPTMANN VON OBERÖSTERREICH

Wir in Oberösterreich sind und bleiben auch nach der Krise das Land der Möglichkeiten für alle, die etwas bewegen wollen. Als Bundesland mit einer starken Industrie wissen wir, dass die digitale Transformation mehr denn je der Schlüssel zu einer erfolgreichen Zukunft ist. Deswegen investieren wir gezielt in den Breitbandausbau. Das stärkt unsere Wachstumsperspektiven wie unsere Krisensicherheit.

Die Erkenntnisse des Österreichischen Infrastrukturreports 2021 der Initiative Future Business Austria sind für uns eine wichtige Hilfestellung in der Infrastrukturpolitik. Wir haben uns bereits selbst dem FBA-Monitoring unterzogen, um unsere Stärken gezielt weiterzuentwickeln – und um Unternehmen und Menschen im Land viele neue Möglichkeiten zu eröffnen.

Leonore Gewessler, BA

© Helge Kirchberger

DR. WILFRIED HASLAUER

LANDESHAUPTMANN VON SALZBURG

Die Corona-Krise hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig die Digitalisierung für krisenfestes Wachstum ist. Die Digitalisierung eröffnet Unternehmen vollkommen neue Möglichkeiten für Wertschöpfung und Erfolg, wenn dafür die infrastrukturellen Rahmenbedingungen stimmen. In diesem Sinne bauen wir unsere Infrastruktur in Salzburg kontinuierlich und gezielt aus. Unsere Unternehmen sollen sich auf eine in jeder Hinsicht zukunftsfähige Infrastruktur verlassen können – und auf beste standortpolitische Rahmenbedingungen sowie ein überaus wirtschaftsfreundliches Klima. Dem Österreichischen Infrastrukturreport 2021 der Initiative Future Business Austria ist einmal mehr zu verdanken, dass die Bedeutung einer leistungsfähigen Infrastruktur für den Standorterfolg außer Frage steht und entsprechende Investitionen getätigt werden.

Leonore Gewessler, BA

© Erwin Scheriau

HERMANN SCHÜTZENHÖFER

LANDESHAUPTMANN DER STEIERMARK

Gerade jetzt gilt: Eine moderne Infrastruktur für Verkehr und digitale Transformation ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass es wieder mehr Arbeit und Wohlstand im Land geben kann und die Wirtschaft wieder in Schwung kommt.

Die Steiermark ist das Land der Kreativität, Wissenschaft und Forschung, der innovativen Wirtschaft und des Exports. Wir müssen alles dafür tun, dass das auch so bleibt! Wir setzen daher in diesen Bereichen klare Akzente und entwickeln den Standort Steiermark strategisch weiter.

Mit einer Forschungs- und Entwicklungsquote von fünf Prozent sind wir das Forschungs- und Innovationsland Nummer eins in Österreich und eine der innovativsten Regionen Europas. Wir wollen den Unternehmen sowie den Bürgerinnen und Bürgern mehr denn je attraktive Perspektiven für eine gute Zukunft bieten. Der Österreichische Infrastrukturreport 2021 der Initiative Future Business Austria liefert dafür wertvolle Einsichten und Aussichten.

Ein steirisches „Glück auf!“

Leonore Gewessler, BA

© Land Tirol – Blikfang

GÜNTHER PLATTER

LANDESHAUPTMANN VON TIROL

Gerade für den ländlichen Raum ist Chancengerechtigkeit bei der Infrastruktur – Stichwort Breitband – wichtiger denn je. Dies eröffnet neue Chancen für wirtschaftliche Dynamik und Wohlstand auch in geografisch benachteiligten Gebieten. Es ist daher eine willkommene Unterstützung, dass der neue Österreichische Infrastrukturreport 2021 der Initiative Future Business Austria einen klaren inhaltlichen Schwerpunkt auf die digitale Versorgung der ländlichen Räume setzt und die große Bedeutung von digitaler Chancengleichheit vermittelt.

Angesichts der Corona-Krise und der geopolitischen Situation ist es für ganz Österreich und Europa Zeit, Infrastruktur und digitale Transformation zu einer der Topprioritäten zu machen, damit wir im internationalen Standortwettbewerb zwischen den USA und China nicht auf der Strecke bleiben.

Der Österreichische Infrastrukturreport 2021 der Initiative Future Business Austria bringt Herausforderungen und Chancen klar auf den Punkt.

Leonore Gewessler, BA

© Fasching

MAG. MARKUS WALLNER

LANDESHAUPTMANN VON VORARLBERG

Vorarlberg ist das Land, in dem Leistung besonders großgeschrieben wird und unverzichtbarer Teil unserer Alltagskultur ist. Diese Qualitäten sind gerade jetzt besonders gefragt. Um unser Potenzial auf den Boden zu bringen, sind leistungsfähige Infrastrukturen eine wichtige Voraussetzung. Deshalb beschäftigen wir uns bereits heute mit den infrastrukturpolitischen Schwerpunkten von morgen. Der neue Österreichische Infrastrukturreport 2021 der Initiative Future Business Austria zeigt für ganz Österreich, wo die Zukunft der Infrastruktur daheim ist und was wir tun müssen, um Wachstum und Arbeitsplätze durch eine nachhaltige Infrastrukturpolitik mehr denn je zu unterstützen. Wir in Vorarlberg setzen um, was uns beste Verbindungen in die Zukunft bringt.

Leonore Gewessler, BA

© Stadt Wien PID – Königshofer

DR. MICHAEL LUDWIG

LANDESHAUPTMANN VON WIEN

In Wien sehen wir die Infrastruktur als Element der Daseinsversorgung für die unterschiedlichen Stakeholder, das wir gezielt weiterentwickeln wollen. Denn Lebensqualität und wirtschaftliche Leistungskraft sind in Zeiten wie diesen wichtiger denn je. Für den nachhaltigen Weg aus der Krise sind erstklassige Infrastrukturen – vom Verkehr bis zur Digitalisierung – ein entscheidendes Fundament. Die Monitoring-Aktivitäten von Future Business Austria und der Österreichische Infrastrukturreport 2021 sind uns dabei sehr willkommen. Als Stadt Wien haben wir uns bereits mehrfach den Bewertungen des FBA Infrastrukturreports Wien gestellt und daraus unsere Schlüsse gezogen. Wir wissen, wie wichtig eine hochwertige Infrastruktur für unser aller Zukunft ist.

Leonore Gewessler, BA

MAG. ANDREAS REICHHARDT

LEITER DER SEKTION IV – TELEKOMMUNIKATION, POST UND BERGBAU
BUNDESMINISTERIUM FÜR LANDWIRTSCHAFT, REGIONEN UND TOURISMUS

Der Wirtschaftsraum Land wird in der öffentlichen Debatte oft übersehen und meist nur über den Begriff der Landflucht in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Dabei leben gegenwärtig zwei Drittel der österreichischen Bevölkerung in ländlichen Räumen. Landwirtschaft und Wirtschaft sind das Rückgrat von Wohlstand und Lebensqualität in Österreich. Der Versorgung ländlicher Regionen mit Breitbandinternet kommt entscheidende Bedeutung zu, um die Zukunft des Wirtschaftsfaktors Land zu sichern und diesen zu attraktivieren. Es ist ein wichtiges Verdienst des Österreichischen Infrastrukturreports 2021 der Initiative Future Business Austria, diese Thematik fundiert zu untersuchen und damit die digitale Versorgung ländlicher Räume zu unterstützen. Die in einer FBA-Modellrechnung ermittelte Produktivitätssteigerung von rund 56,61 Milliarden Euro durch eine ausgebaute digitale Infrastruktur verdeutlicht die großen Chancen der Digitalisierung für ganz Österreich. Setzt man diese zusätzliche Wertschöpfung in Relation zu den Kosten des 5G-Ausbaus, zeigt sich, wie rasch sich diese Investitionen für die Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Standorts rechnen.

Leonore Gewessler, BA

MAG. IUR. CHRISTIAN WEISSENBURGER

LEITER DER SEKTION, PRÄSIDIUM UND INTERNATIONALE ANGELEGENHEITEN
INTERIMISTISCHER LEITER DER SEKTION, INNOVATION UND TECHNOLOGIE IM BUNDESMINISTERIUM FÜR KLIMASCHUTZ, UMWELT, ENERGIE, MOBILITÄT, INNOVATION UND TECHNOLOGIE

Eine leistungsfähige Infrastruktur gewinnt nicht nur mit Blick auf den Standort und die Mobilitätsbedürfnisse von Menschen und Unternehmen an Bedeutung, sondern auch im Kontext von Klimawandel und Resilienz gegen externe Schocks. Dem vorliegenden Österreichischen Infrastrukturreport 2021 gelingt es, diese Zusammenhänge quer durch alle Infrastrukturbereiche deutlich zu machen und insbesondere technologische Potenziale und Innovationen im Bereich der Verkehrsinfrastrukturen aufzuarbeiten. Österreich muss in diesem Sinn seine Kräfte bündeln, um für Unternehmen, Menschen und Umwelt die besten Verbindungen in die Zukunft zu sichern. Die Befunde des Infrastrukturreports leisten für die Sensibilisierung und für eine integrierte Betrachtung von Herausforderungen und Lösungen wertvolle Beiträge.

Leonore Gewessler, BA

© UBIT WKÖ

KR MAG. ALFRED HARL, MBA CMC

OBMANN, FACHVERBAND UNTERNEHMENSBERATUNG, BUCHHALTUNG UND IT (UBIT), WKO

In der Covid-19-Krise ist der breiten Öffentlichkeit besonders bewusst geworden, wie wichtig die digitale Transformation für uns alle ist. Die Digitalisierung verändert jede Branche und jeden Bereich. Sie betrifft alle Unternehmungen und Institutionen. Vor allem: Sie macht resilient und krisensicherer. Wir setzen uns daher konsequent dafür ein, dass die Digitalisierung zur Erfolgsgeschichte für den gesamten Standort wird. Dafür braucht es einerseits Know-how, unsere qualifizierten Digitalisierungsberaterinnen und -berater unterstützen Unternehmen und stärken so den gesamten Wirtschaftsstandort, andererseits braucht es für die digitale Erfolgsgeschichte Österreichs die notwendige Infrastruktur, allen voran Breitband und 5G. Der Österreichische Infrastrukturreport 2021 der Initiative Future Business Austria bringt auf den Punkt, was für die Zukunft unserer Infrastruktur wirklich wichtig ist.

Leonore Gewessler, BA

© Thomas Topf

DIin THERESIA VOGEL

GESCHÄFTSFÜHRERIN, KLIMA- UND ENERGIEFONDS

Österreich soll bis 2040 klimaneutral werden – mit diesem ambitionierten Ziel antwortet die Bundesregierung auf die globale Klimakrise. Gleichzeitig gibt sie ein klares Bekenntnis für einen innovativen Wirtschaftsstandort Österreich ab, der am globalen Markt besteht und durch Krisenfestigkeit für Arbeitsplätze und eine hohe Lebensqualität sorgt.

Forschung, Entwicklung und Innovation werden ein Schlüssel zur Erreichung der Klimaziele sein. Dabei geht es nicht nur um die Entwicklung einzelner Energieinnovationen, sondern um das intelligente Vernetzen bereits erforschter und erprobter Technologien. Und natürlich um den Ausbau einer zukunftsfähigen Infrastruktur – dafür braucht es einerseits Tempo, andererseits aber auch ausreichend Mittel. Wir im Klima- und Energiefonds werden die Entwicklung einer klimafitten Infrastruktur ab 2021 strategisch und gezielt fördern. Unser Weg der Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen wird von den Befunden des vorliegenden Österreichischen Infrastrukturreports nachdrücklich unterstützt: 38 Prozent der befragten Entscheidungsträger aus der Wirtschaft bekennen sich zu PPP-Modellen zur Finanzierung von Klimaschutzprojekten.

Der vorliegende Österreichische Infrastrukturreport 2021 der Initiative Future Business Austria zeigt auf, welche großen Chancen die Energiewende für den Standort bringt und welche Rahmenbedingungen dafür entscheidend sind.

Leonore Gewessler, BA

UNIV.-PROF. DR. BERNHARD FELDERER

EHEMALIGER PRÄSIDENT DES ÖSTERREICHISCHEN FISKALRATES
EHEMALIGER DIREKTOR DES INSTITUT FÜR HÖHERE STUDIEN (IHS)

Der Österreichische Infrastrukturreport der Initiative Future Business Austria stellt seit Jahren, gestützt auf sein sozialwissenschaftliches Methodeninstrumentarium, Status und Zukunftsperspektiven der österreichischen Infrastruktur in den Mittelpunkt. Dies ist ein wichtiger Beitrag, um Herausforderungen und Chancen in den Bereichen Wettbewerbsfähigkeit und Standortattraktivität zu konkretisieren, einem Monitoring zu unterziehen und in der Folge gestaltbar zu machen. Diese Herausforderungen stellen sich angesichts der dramatischen Folgen der Corona-Krise im besonderen Ausmaß.

Die Entwicklungen in China zeigen, dass der Wettbewerb wieder massiv an Fahrt aufnehmen wird. Vor diesem Hintergrund ist es von großer Bedeutung, dass die Relevanz einer leistungsfähigen Infrastruktur systematisch herausgearbeitet wird. Dafür erbringt der Österreichische Infrastrukturreport bemerkenswerte Leistungen und Befunde, die gerade heute mehr denn je zu berücksichtigen sind.

Leonore Gewessler, BA

© Carola Berger

FH-PROF. DIPL.-ING. OTFRIED KNOLL, EURAIL-ING.

LEITER DES DEPARTMENTS BAHNTECHNOLOGIE UND MOBILITÄT
FACHHOCHSCHULE ST. PÖLTEN

Die Corona-Krise hat Österreichs Infrastrukturen in mehrfacher Hinsicht auf den Prüfstand gestellt. Die Bahn hat hohe Resilienz in der Krise gezeigt. Ihr hoch entwickeltes System ist in der Lage, auch mit außergewöhnlichen Situationen umzugehen. Dahinter stehen gut ausgebildete Menschen. Dieser Zusammenhang ist nur eines von vielen Schlaglichtern auf die multikriteriellen Wechselwirkungen zwischen infrastruktureller bzw. wettbewerbspolitischer Entwicklung eines Standorts und Bildungseinrichtungen. Der vorliegende Österreichische Infrastrukturreport 2021 eröffnet dankenswerterweise vielfältige Einsichten in die Interdependenzen zwischen dem Infrastrukturausbau, der Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz des Standorts Österreich, den Herausforderungen des Klimaschutzes und den Voraussetzungen für Handlungsfähigkeit in all diesen Bereichen durch Bildung und Ausbildung. Nicht zuletzt leistet der Infrastrukturreport seit seinem Bestehen einen wichtigen Beitrag für die notwendige Sensibilität bei Entscheidungsträgern für eine in jeder Hinsicht zukunftsorientierte Entwicklung.

Leonore Gewessler, BA

UNIV.-PROF. DR. SEBASTIAN KUMMER

VORSTAND DES INSTITUTS FÜR TRANSPORTWIRTSCHAFT UND LOGISTIK, WIRTSCHAFTSUNIVERSITÄT WIEN

In Covid-19-Zeiten, in denen kurzfristige Maßnahmen die Politik bestimmen, ist es umso wichtiger, dass Future Business Austria auch die mittel- und langfristigen Perspektiven aufzeigt, ohne natürlich die aktuelle Krise und deren Einfluss auf die Infrastruktur zu vernachlässigen. Vor dem Hintergrund der Covid-19-Krise zeigt der aktuelle Österreichische Infrastrukturreport 2021 auf Basis der Erwartungshaltungen wichtiger infrastrukturpolitischer Stakeholder auf, welche Herausforderungen und Chancen für Österreichs Infrastrukturpolitik bestehen.

Die Erhebungen und Analysen zeigen den hohen Stellenwert und die Bedeutung von Resilienz, Wettbewerbsfähigkeit durch digitale Infrastruktur und Klimaschutz. Allerdings schätzen die befragten Stakeholder die Notwendigkeiten und vor allem die Finanzierungsquellen für die erforderlichen Investitionen sehr unterschiedlich ein. Die österreichische Infrastrukturpolitik ist gut beraten, die notwendigen Investitionen strategisch optimal aufeinander abzustimmen. Weiterhin außer Frage steht auch aufgrund der Befunde der FBA-Untersuchungen, dass die Infrastrukturpolitik als Dimension der Standortpolitik in den vergangenen Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen hat und mehr denn je im Mittelpunkt standortpolitischer Bemühungen stehen muss.

Leonore Gewessler, BA
Leonore Gewessler, BA

DR. KARIM TAGA

MANAGING PARTNER, ARTHUR D. LITTLE AUSTRIA

MAXIMILIAN SCHERR

ASSOCIATE DIRECTOR, PRACTICE LEADER STRATEGY & INNOVATION, ARTHUR D. LITTLE AUSTRIA

Mit dem Österreichischen Infrastrukturreport 2021 der Initiative Future Business Austria erscheint ein weiteres Mal das zentrale Informationswerk zum aktuellen Stand der österreichischen Infrastruktur. Aus gutem Grund stehen in diesem Jahr nicht nur die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, sondern auch die weiterhin nicht minder wichtige Klimakrise sowie die digitale Chancengleichheit im ländlichen Raum im Fokus.

Der diesjährige Österreichische Infrastrukturreport zeigt durch seine Kombination aus fundierter inhaltlicher Analyse und umfassender Befragung der österreichischen Topmanager wie kein zweiter die aktuell zentralen Handlungsfelder auf. Neben dem dringend notwendigen Ausbau von Ladeinfrastruktur und weiteren Anreizen für die Elektromobilität umfassen diese vor allem auch den forcierten Ausbau von 5G und der Breitbandinfrastruktur. Arthur D. Little ist davon überzeugt, dass durch Investitionen in diese Bereiche gerade auch außerhalb der Ballungsräume Hebelpotenziale für die Klimawende entfaltet und Produktivitätssteigerungen ermöglicht werden. Die in diesem Report präsentierten Befunde sind von hoher Relevanz für den Wirtschaftsstandort – und gleichzeitig für die Klimawende und den Lebensraum der Österreicher.

Leonore Gewessler, BA

DR. PETER HAJEK

MANAGING PARTNER, PETER HAJEK PUBLIC OPINION STRATEGIES GMBH

Regelmäßiges Monitoring liefert einen wichtigen Beitrag zur Analyse von Entwicklungen und Trends sowie für die Umsetzung politischer Schwerpunkte. Die empirischen Erhebungen für den Österreichischen Infrastrukturreport 2021 der Initiative Future Business Austria zeigen konkret an, wie Österreichs Manager Herausforderungen und Zukunftschancen der österreichischen Infrastruktur nach der Covid-19-Krise beurteilen. Aus Sicht der Meinungsforschung wird deutlich, dass die Sensibilität für Infrastrukturfragen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen ist und Infrastrukturthemen sowie eine resiliente Infrastruktur zu den wichtigsten Faktoren für die Wettbewerbsfähigkeit eines Standorts gezählt werden. Die ermittelten Daten bieten somit eine gewichtige Grundlage, um Infrastrukturaktivitäten bzw. entsprechende Investitionen auf der politischen Ebene klar argumentieren und umsetzen zu können.

Leonore Gewessler, BA

PROF. MAG. DR. GERHARD GÜRTLICH

EHEMALIGER LEITER DER SEKTION IV – VERKEHR
BUNDESMINISTERIUM FÜR KLIMASCHUTZ, UMWELT, ENERGIE, MOBILITÄT, INNOVATION UND TECHNOLOGIE

Bei keinem anderen Verkehrsträger zeigt sich der Bedeutungswandel so deutlich wie in der Luftfahrt. Das Reisen mit dem Flugzeug galt lange Zeit hindurch als mondän und war hauptsächlich den gehobenen Gesellschaftsschichten vorbehalten. Beispielsweise musste am Beginn der Beitrittsverhandlungen Österreichs mit der EU jede Flugreise eines österreichischen Beamten nach Brüssel durch den Ministerrat (!) genehmigt werden. An Bord der Flugzeuge wurde gekocht, auf Porzellangeschirr serviert, Spirituosen und Zigaretten gereicht. Dementsprechend lagen auch die Ticketpreise in „astronomischen Höhen“, jenseits der 1.000 Euro für einen Flug Wien–Brüssel–Wien, jenseits der 1.500 Euro für einen Flug Wien–Genf–Wien. Es war selbstverständlich, dass nur mit dem Home-Carrier geflogen werden durfte, selbst wenn Linienflüge, die von ausländischen Fluggesellschaften angeboten wurden, bereits günstigere Ticketpreise offerierten.

Diese fast prähistorisch anmutenden Zustände änderten sich erst, als die Produktionsvoraussetzungen für die Erstellung der Flugleistung in einzelne Bereiche, die völlig unabhängig voneinander sein mussten und eigenverantwortlich agieren sollten, getrennt wurden. Auch in der Luftfahrt wurde, analog dem Verkehrsträger Straße und der Binnenschifffahrt, eine strikte organisatorische, personelle und eigentumsrechtliche Trennung zwischen den Bereichen Flughäfen, Flugsicherung, Fluglinien und Luftfahrbehörde eingeführt. Der Staat zog sich außerdem aus seinen angestammten Eigentumsrechten an den Flughäfen und Flugverkehrsgesellschaften zurück und beschränkte sein Wirken auf das einer Luftfahrt- und Aufsichtsbehörde. (So wurde der erste Börsengang von Austrian Airlines noch von zwei Ministerialräten des Bundes vorbereitet und durchgeführt.) Dies waren die Voraussetzungen dafür, dass in weiterer Folge auch die nationalen und internationalen rechtlichen Rahmenbedingungen (Luftverkehrsabkommen und Luftverkehrsrechte) schrittweise liberalisiert werden konnten. Lange Zeit vorherrschende „Rechtsgepflogenheiten“ wirken aus heutiger Sicht anachronistisch: Die Staaten räumten sich gegenseitig Landerechte ein, legten die Flugfrequenz, den einzusetzenden Flugzeugtyp und die Zahl der verkaufbaren Sitzplätze fest.

Angebotsseitig bewirkte die Liberalisierung folgende Effekte:

• stetige Verdichtung des Luftverkehrsnetzes und der Flugfrequenzen unter Einbindung immer weiter entfernt liegender Destinationen mit regelmäßiger Bedienung,
• ein drastisches Sinken der Ticketpreise und
• Wahlfreiheit zwischen dem Angebot mehreren Flugverkehrsgesellschaften für ein und dieselbe Destination.

Damit gilt der Flugverkehr als unabdingbare Vorleistung für den weltumspannenden Tourismus. Die Entwicklung ging im Geschäftsreiseverkehr sogar so weit, dass bis zu dem tragischen Unfall mit dem Überschallflugzeug vom Typ Concorde New York quasi in den Nahverkehrsbereich von Paris und London gerückt war (am Morgen hin, am Abend zurück).

Daher nehmen die Luftfahrt und ihre internationale Dimension im Österreichischen Infrastrukturreport der Initiative Future Business Austria traditionell und aus guten Gründen eine wichtige Rolle ein. Für den Standort Österreich ist eine hochwertige internationale Anbindung an wirtschaftliche Zentren Europas und auf anderen Kontinenten von entscheidender Bedeutung für die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Die exportorientierte Wirtschaft benötigt rasche, dichte, sichere und berechenbare Verbindungen zu den Zielmärkten und den Wachstumsregionen. Entscheidend sind daher die standort- und regulierungspolitischen Rahmenbedingungen für die Luftfahrt, denen sich auch der neue Österreichische Infrastrukturreport 2021 mit fundierten Erhebungen und detaillierten Erkenntnissen widmet und denen sich auch die Verkehrspolitik nicht verschließen kann.