VORWORTE
ÖSTERREICHISCHER INFRASTRUKTURREPORT 2026



DAVID UNGAR-KLEIN | MAXIM PODOPRIGORA | KATHARINA REINWALD
AUTOREN DES ÖSTERREICHISCHEN INFRASTRUKTURREPORTS 2026
Die Wettbewerbsfähigkeit eines Standorts hängt zunehmend von der Qualität seiner Infrastruktur ab. Eine leistungsfähige Infrastruktur wird damit immer mehr zum entscheidenden Erfolgsfaktor für den Wirtschafts-, Arbeits- und Lebensstandort Österreich. Auch die für den Österreichischen Infrastrukturreport 2026 befragten Manager bestätigen: Infrastruktur ist die zentrale Grundvoraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes.
Seit dem Jahr 2001 setzt sich die Initiative Future Business Austria – und mit ihr zahlreiche Entscheidungsträger und Experten – mit Erfolg dafür erhält, der ihr gebührt. Future Business Austria hat sich zu einer Standortinitiative entwickelt, die Grundlagen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit Österreichs erarbeitet.
Für eine langfristig gesicherte Infrastruktur sind vor allem Strategie und Perspektive nötig. Österreich braucht eine umfassende Infrastrukturstrategie mit einem weitläufigen Planungshorizont bis 2040, die alle wesentlichen Infrastrukturbereiche – von Energie über Verkehr (Straße, Schiene, Luft- und Schifffahrt) bis hin zur digitalen Infrastruktur – berücksichtigt. Aktuell fehlt es jedoch an einer koordinierten Infrastrukturpolitik: 78 Prozent der befragten Manager bewerten die österreichische Infrastrukturpolitik als Stückwerk.
Dass an einer modernen Infrastruktur für den Standort Österreich kein Weg vorbeiführt, steht außer Frage. Gerade im Zeitalter der Digitalisierung steigen auch die Anforderungen an einen digitalen Standort, der Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen effizient unterstützt. Durch eine Kombination aus flächendeckender Verfügbarkeit leistungsfähiger Netze und einer Intensivierung deren Nutzung können die Potenziale digitaler Infrastruktur in Österreich vollständig ausgeschöpft werden. Aktuelle Daten der RTR zeigen, dass selbst bei vorhandener Versorgung die tatsächliche Nutzung leistungsfähiger Breitbandanschlüsse in Haushalten und Unternehmen oft hinter den Möglichkeiten zurückbleibt. Damit bisher getätigte Investitionen und Ausbaufortschritte ihre volle Wirkung entfalten, braucht es gezielte Nachfrageimpulse. Anbieterseitige Informations- und Kommunikationskampagnen, transparente Tarifmodelle oder die Förderung datenintensiver Technologien können dazu beitragen, Nutzer für den Mehrwert höherer Bandbreiten zu sensibilisieren.
Die gesamtwirtschaftliche Wirkung einer optimal ausgebauten Infrastruktur ist erheblich: Wären in Österreich die notwendigen infrastrukturellen Rahmenbedingungen gesichert, könnte das Land von einer Produktivitätssteigerung von rund 18 Prozent profitieren. In der aktuellen FBA-Modellrechnung entspricht dies auf Basis des BIP 2024 87,16 Milliarden Euro. Damit wird deutlich: Investitionen in Infrastruktur sind der stärkste Hebel der Standortpolitik zur Steigerung von Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit.
Neben optimalen infrastrukturellen Rahmenbedingungen ist eine sichere und leistbare Energie- und Rohstoffversorgung essenziell für eine erfolgreiche Standortentwicklung. Kritische Rohstoffe werden in zahlreichen Schlüsselindustrien wie der Automobil-, der Luftfahrt-, der IT- oder der Energiebranche benötigt. Derzeit ist Österreich bzw. die Europäische Union bei kritischen Rohstoffen stark von Drittländern abhängig. Neben der Verringerung der Importabhängigkeit muss daher die heimische Rohstoffgewinnung deutlich gestärkt werden. In diesem Sinne setzen die für den Österreichischen Infrastrukturreport 2026 befragten Manager auf rotweiß-rote Ressourcen: 77 Prozent befürworten die Erschließung eigener Öl- und Gasvorkommen in Österreich, um hierzulande die Unabhängigkeit zu erhöhen. 83 Prozent fordern zudem die Forcierung des Bergbaus in Österreich, um industriell wichtige Materialien abzubauen. Vor diesem Hintergrund ist der gezielte Ausbau heimischer Rohstoffressourcen ein zentraler Baustein, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen und um die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs langfristig zu sichern.
Mit dem neuen Österreichischen Infrastrukturreport 2026 stellen wir fundierte Hintergrundinformationen und Entscheidungsgrundlagen bereit. Der Report liefert nicht nur aktuelle Zahlen, Daten, Fakten und empirische Befunde von Experten und Managern zum aktuellen Zustand und zu den Entwicklungspotenzialen der österreichischen Infrastruktur, sondern auch konkrete infrastrukturpolitische Handlungsempfehlungen für eine erfolgreiche Standortentwicklung. Nur mit einer Topinfrastruktur in allen Bereichen kann der Standort Österreich Wachstum, Wohlstand, Chancengleichheit und Zukunftsperspektiven sichern.
Unser besonderer Dank im Rahmen der Erstellung des Österreichischen Infrastrukturreports 2026 gilt den Mitgliedern des wissenschaftlichen Expertenboards für ihre hochkarätige Expertise und für ihre Analysen: Dr.in Eveline Beer, Dipl.-Ing. Walter Boltz, assoz. Prof. Priv.-Doz. Mag. Dr. Elmar Wilhelm M. Fürst, Prof. Mag. Dr. Gerhard Gürtlich, Univ.-Prof. Dr. Sebastian Kummer, Brigadier Mag. Stefan Lampl, Linda Lorenz, MSc, und Dr. Peter Hajek. Darüber hinaus möchten wir uns sehr herzlich bei allen Partnern bedanken, deren wertvolle Unterstützung die Realisierung des Österreichischen Infrastrukturreports erst möglich gemacht hat.
Wir wünschen eine aufschlussreiche Lektüre voller spannender Erkenntnisse und inspirierender Impulse für eine erfolgreiche Zukunft!

© BKA/Wenzel
ANDREAS BABLER, MSc
VIZEKANZLER UND BUNDESMINISTER FÜR WOHNEN, KUNST, KULTUR, MEDIEN UND SPORT
Der digitale Wandel verändert unsere Gesellschaft tiefgreifend und beeinflusst, wie wir arbeiten, gestalten, kommunizieren – und auch, wie wir als Gemeinschaft funktionieren. Dabei geht es längst nicht mehr nur um den technologischen Ausbau, sondern um zentrale gesellschaftliche Fragen: Wer profitiert von diesen Entwicklungen? Und wie gestalten wir Digitalisierung so, dass sie allen Menschen nützt?
In Österreich stehen uns moderne digitale Infrastrukturen vielfach bereits zur Verfügung. Die entscheidende Herausforderung liegt nun darin, die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit daraus auch realer gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Fortschritt wird. Das bedeutet: Vertrauen stärken, Kompetenzen fördern, Hürden abbauen – und die tatsächlichen Bedürfnisse von Bevölkerung und Wirtschaft ernst nehmen. Gerade beim Thema Breitband zeigt sich, dass Angebot allein nicht reicht. Entscheidend für die Nachfrage ist nicht nur, was technisch möglich ist, sondern ob Menschen Vertrauen fassen, sich ausreichend informiert fühlen und den Nutzen erkennen.
Auch der Umgang mit künstlicher Intelligenz stellt uns vor neue Fragen. Es geht nicht darum, jeden technologischen Trend unkritisch mitzumachen – sondern darum, mitzugestalten. Künstliche Intelligenz soll dem Menschen dienen, nicht umgekehrt. Dafür braucht es Transparenz, Ethik und demokratische Kontrolle.
Ein zukunftsfähiger Standort Österreich muss wirtschaftlich stark und sozial gerecht sein – auch im digitalen Zeitalter. Dafür setzen wir uns ein: mit Politik, die nicht nur investiert, sondern zuhört, vernetzt und Verantwortung übernimmt. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre des Österreichischen Infrastrukturreports 2026.

© BMF/Prinz
DR. MARKUS MARTERBAUER
BUNDESMINISTER FÜR FINANZEN
Ein starker und nachhaltiger Standort ist einer, der wirtschaftlichen Erfolg mit sozialer und ökologischer Verantwortung verbindet. Öffentliche Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Innovation sind dafür zentrale Hebel. Sie stärken nicht nur die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, sondern verbessern auch konkret die Lebensqualität der Menschen. Ein modernes Mobilitätsangebot, leistungsfähige digitale Netze oder leistbare Energieversorgung sind Voraussetzungen für Teilhabe und Zukunftssicherheit.
Digitalisierung und technologische Fortschritte prägen zunehmend unseren Alltag und unsere Arbeitswelt. Um diese Entwicklungen positiv zu gestalten, benötigen wir nicht nur innovative Technologien, sondern auch einen gesellschaftlichen Konsens, der ethische Prinzipien, Mitbestimmung und soziale Stärkung fest verankert. Nur so kann Technologie zu einem Motor werden, der nachhaltiges Wachstum und gesellschaftlichen Zusammenhalt gleichermaßen fördert.
Ein erfolgreicher Standort ist nicht nur effizient, sondern gerecht. Dafür setzen wir auf eine Wirtschaftspolitik, die investiert, die gestaltet – und die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert. Und das alles auf Basis von Zahlen und Fakten. Der vorliegende Österreichische Infrastrukturreport 2026 liefert daher wertvolle Analysen zur Zukunft unseres Standorts.

© Manfred Weis
MAG. HANS PETER DOSKOZIL
LANDESHAUPTMANN DES BURGENLANDS
Das Burgenland steht für Aufschwung und Weiterentwicklung. Gerade in einer Zeit tiefgreifender globaler Veränderungen setzen wir auf stabile Strukturen, zukunftsorientierte Planung und einen klaren Fokus auf Innovation und nachhaltige Infrastruktur. Denn eine moderne Infrastruktur ist das Fundament für wirtschaftlichen Erfolg und für gesellschaftliche Zukunftsperspektiven. Wir verstehen Infrastruktur ganzheitlich – als Zusammenspiel von Mobilität, Energie, Digitalisierung und nachhaltigen Lösungen. Nur wer in diesen Bereichen konsequent weiterdenkt, kann langfristig Wohlstand und Lebensqualität sichern. Deshalb verfolgen wir im Burgenland eine Standortpolitik, die die Voraussetzungen für Wachstum, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit schafft.
Der Österreichische Infrastrukturreport 2026 der Initiative Future Business Austria zeigt auf, welche Potenziale in der Weiterentwicklung der Infrastruktur liegen. Zukunft entsteht dort, wo Infrastruktur nicht nur gebaut, sondern strategisch gedacht wird.

© Erich Varh
DR. PETER KAISER
LANDESHAUPTMANN VON KÄRNTEN
Ein starker Wirtschafts-, Arbeits- und Lebensstandort braucht eine leistungsfähige Infrastruktur. Wir in Kärnten bekennen uns daher klar zur Verantwortung, die infrastrukturellen Grundlagen unseres Bundeslandes gezielt weiterzuentwickeln. In einer zunehmend globalisierten Welt entscheidet die Qualität der Infrastruktur maßgeblich darüber, wo Betriebe investieren, Innovation entsteht und Menschen leben und arbeiten wollen. Unser Ziel ist es, Kärnten zu einem Standort zu machen, der für Unternehmen genauso attraktiv ist wie für Fachkräfte und Familien.
Ein Beispiel für zukunftsweisende Infrastruktur ist die Koralmbahn, die die beiden Landeshauptstädte Graz und Klagenfurt in nur 45 Minuten verbindet. Als eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte in Europa bietet die Koralmbahn enorme Zukunftschancen – sei es für die Wirtschaft, den Arbeitsmarkt, den Bildungsbereich, die Mobilitätswende oder für Innovation.
Gerade in einer Zeit großer Transformationen gewinnt die Frage, wie wir Infrastruktur denken, planen und umsetzen, zunehmend an Bedeutung. Mein Dank gilt der Initiative Future Business Austria, die mit dem neuen Österreichischen Infrastrukturreport 2026 aufzeigt, was moderne Standorte in Zukunft brauchen.

JOHANNA MIKL-LEITNER
LANDESHAUPTFRAU VON NIEDERÖSTERREICH
Niederösterreich ist ein Land der Möglichkeiten – geprägt von Innovationskraft, Unternehmergeist und einer starken regionalen Verwurzelung. Wir in Niederösterreich verstehen uns nicht als Verwalter, sondern als aktive Gestalter eines erfolgreichen Standorts. Darum setzen wir konsequent auf Investitionen, die unsere Wirtschaft stärken, Arbeitsplätze sichern und die Lebensqualität in allen Regionen erhöhen.
Infrastruktur ist dabei das Rückgrat unseres Wirtschafts- und Lebensraums – vom schnellen Internetanschluss für den kleinsten Betrieb bis zur modernen Mobilitätslösung, die Stadt und Land nahtlos verbindet. Durch kluge Vernetzung von Verkehrsinfrastruktur, Energie und Digitalisierung schaffen wir ein stabiles Fundament für Wachstum, Innovation und nachhaltigen Fortschritt.
Der Österreichische Infrastrukturreport 2026 der Initiative Future Business Austria unterstreicht, wie entscheidend leistungsfähige Infrastruktur für Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand ist, und macht sichtbar, welche Potenziale sie für Innovation, Lebensqualität und regionale Stärke eröffnet.

© Max Mayrhofer
MAG. THOMAS STELZER
LANDESHAUPTMANN VON OBERÖSTERREICH
Oberösterreich ist ein Bundesland mit einer starken Industrie. Unsere Unternehmen prägen Schlüsselbranchen, treiben Innovationen voran und sichern Arbeitsplätze für Tausende Menschen. Damit diese Erfolgsgeschichte weitergeschrieben wird, setzen wir auf eine leistungsfähige Infrastruktur in unserem Bundesland. Verkehrsverbindungen, digitale Netze und moderne Energieversorgung bilden das Rückgrat unserer industriellen Stärke. Sie ermöglichen es Unternehmen, neue Technologien zu entwickeln und Fachkräfte aus der Region und darüber hinaus zu gewinnen. Oberösterreich verbindet wirtschaftliche Dynamik mit Innovation und einem hohen Maß an Lebensqualität – von urbanen Zentren bis zu industriestarken Regionen.
Der Österreichische Infrastrukturreport 2026 zeigt, wie entscheidend moderne und gut vernetzte Infrastrukturen für die Entwicklung von Regionen und Wirtschaftsräumen sind. Mein Dank gilt der Initiative Future Business Austria für die aufschlussreichen Befunde.

© Salzburger Volkspartei
MAG.a KAROLINE EDTSTADLER
LANDESHAUPTFRAU VON SALZBURG
Salzburg ist ein Land, das Tradition und Fortschritt verbindet. Unser Ziel ist es, den Wirtschafts- und Lebensraum Salzburg nachhaltig zu stärken und attraktive Rahmenbedingungen für Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Fachkräfte zu schaffen. Leistungsfähige Infrastrukturen bilden dabei das Rückgrat für wirtschaftliche Dynamik, Innovation und Standortqualität.
Wir in Salzburg setzen auf die Förderung von Forschung und Technologie sowie auf den gezielten Abbau bürokratischer Hürden, um Unternehmen, Start-ups und Innovationstreibende optimal zu unterstützen. Gleichzeitig legen wir großen Wert auf die Lebensqualität und auf die Familienfreundlichkeit unseres Bundeslandes, um Salzburg als lebenswerten und attraktiven Wohn- und Arbeitsraum zu erhalten – für alle Generationen.
Ich danke der Initiative Future Business Austria, dass sie mit dem neuen Österreichischen Infrastrukturreport 2026 aufzeigt, wie ein leistungsfähiges Infrastrukturnetz Standorte langfristig noch stärker, innovativer und lebenswerter gestaltet.

© Andreas Hofer
MARIO KUNASEK
LANDESHAUPTMANN DER STEIERMARK
Die Steiermark steht für Innovation, Lebensqualität und wirtschaftliche Stärke. Damit das so bleibt, braucht es eine moderne, leistungsfähige Infrastruktur – als Basis für einen zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort und für eine Region, in der man gerne lebt.
Ein zentrales Thema dabei ist die Versorgungssicherheit. Eine stabile, nachhaltige Versorgung mit Energie, Wasser, Mobilität und Rohstoffen ist nicht nur Voraussetzung für einen funktionierenden Alltag – sie ist ein zentraler Standortfaktor und damit entscheidend für die Widerstandsfähigkeit und für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes. Gleichzeitig ist der Ausbau der digitalen Infrastruktur ein Schlüssel für die Weiterentwicklung unserer Regionen – das stärkt den Wirtschaftsstandort, verbessert die Lebensqualität der Bevölkerung und schafft die Grundlage für Chancengleichheit und regionale Entwicklung.
Der Österreichische Infrastrukturreport 2026 der Initiative Future Business Austria ist ein wichtiger Beitrag für eine erfolgreiche Standortentwicklung – sachlich fundiert, richtungsweisend und zukunftsorientiert.

© Land Tirol/Emanuel Kaser
ANTON MATTLE
LANDESHAUPTMANN VON TIROL
Starke Regionen bauen auf einer starken Infrastruktur auf. Entscheidend ist nicht nur, wie viel investiert wird, sondern wofür. Es geht darum, Mittel dort einzusetzen, wo sie echte Wirkung entfalten: in der Lebensrealität der Menschen. Bildungseinrichtungen, funktionierende Verkehrswege, zuverlässige Energieversorgung und Sicherheit im Alltag – all das schafft Vertrauen und Perspektive.
Eine wesentliche Herausforderung unserer Zeit ist der Fachkräftemangel. Attraktive Lebens- und Arbeitsbedingungen sind entscheidend, um qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen und zu halten. Eine Region, die auf gut ausgebaute Infrastruktur setzt und Versorgungssicherheit gewährleistet, trägt maßgeblich dazu bei, dass Menschen dort ihre Zukunft sehen.
Eine erfolgreiche Standortentwicklung setzt voraus, den Blick stets nach vorne zu richten und die richtigen Prioritäten zu setzen. Der Österreichische Infrastrukturreport 2026 der Initiative Future Business Austria gibt wertvolle Impulse, wie wir mit gezielten Maßnahmen Lebensqualität stärken und den Wirtschaftsstandort nachhaltig sichern können.

© Land Vorarlberg/Studio Fasching
MAG. MARKUS WALLNER
LANDESHAUPTMANN VON VORARLBERG
Technologischer Fortschritt, gesellschaftliche Veränderungen und globale Entwicklungen erfordern heute mehr denn je vorausschauendes Denken und entschlossenes Handeln. Vorarlberg verfolgt das Ziel, zukunftsfähige Strukturen zu schaffen, die sowohl den Bedürfnissen der Menschen als auch den Anforderungen einer dynamischen Wirtschaft gerecht werden. Eine moderne, belastbare Infrastruktur bildet dabei das Fundament für Wohlstand, Lebensqualität und nachhaltiges Wachstum.
Es geht darum, Rahmenbedingungen zu schaffen, die Innovation ermöglichen, Teilhabe fördern und regionale Entwicklung stärken – auch abseits der Ballungszentren. Denn nur wenn alle Regionen gleichermaßen profitieren, kann langfristige Stabilität entstehen.
Der aktuelle Österreichische Infrastrukturreport 2026 der Initiative Future Business Austria zeigt eindeutig, wie wichtig eine gut ausgebaute Infrastruktur für die Zukunft des Landes ist. Vorarlberg wird auch weiterhin Verantwortung übernehmen und aktiv daran mitwirken, ein Umfeld zu gestalten, das den Menschen Perspektiven gibt.

© Stadt Wien/PID, Fotograf Bohmann
DR. MICHAEL LUDWIG
LANDESHAUPTMANN VON WIEN
Wien zeichnet sich durch eine hohe Lebensqualität aus – ein Erfolg, der auf einem stabilen und modernen Infrastrukturnetz basiert. Kontinuierliche Investitionen und eine vorausschauende Planung und Entwicklung sorgen dafür, dass Wien den Bedürfnissen der Menschen und der Wirtschaft gleichermaßen gerecht wird.
Die Vielfalt und die Leistungsfähigkeit unserer kommunalen Infrastruktur – von nachhaltiger Mobilität über verlässliche Energieversorgung bis hin zu einer zukunftssicheren digitalen Vernetzung – bilden das Fundament für einen starken Standort.
Als Stadt Wien haben wir uns bereits mehrfach den Bewertungen des Future Business Austria Infrastrukturreports Wien unterzogen und daraus wertvolle Schlüsse für die Zukunft unserer Infrastruktur gezogen. Auch die aktuellen Monitoring-Aktivitäten von Future Business Austria sind uns willkommen und heben die Dringlichkeit und die Relevanz leistungsfähiger infrastruktureller Rahmenbedingungen für die Wettbewerbsfähigkeit und für die Standortqualität hervor.

© IV/Horak
MAG. CHRISTOPH NEUMAYER
GENERALSEKRETÄR DER INDUSTRIELLENVEREINIGUNG
Der Standort Österreich steht weiterhin vor großen Herausforderungen. Hohe Energie- und Rohstoffpreise, akuter Fachkräftemangel und überbordende Bürokratie belasten die Unternehmen und bremsen Investitionen. Nach den Jahren der Krisenbewältigung ist es höchste Zeit, den Fokus wieder auf Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit zu legen.
Dazu braucht es verlässliche Rahmenbedingungen: eine sichere und leistbare Energieversorgung, schlanke und digitale Behördenwege, Planungssicherheit und eine moderne Infrastruktur, die wirtschaftliche Dynamik unterstützt.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt hierbei auf der Energieinfrastruktur: Der Ausbau von Stromnetzen und Leitungen sowie der Einsatz von Speicher- und Flexibilitätslösungen schaffen die Grundlage für einen nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Standort. Ebenso wichtig sind leistungsfähige Verkehrswege auf Schiene und Straße, ein flächendeckendes Breitbandnetz sowie effiziente Logistik- und Versorgungsstrukturen.
Infrastruktur ist heute sektorenübergreifend zu denken: Mobilität, Digitalisierung und Energie greifen ineinander – nur durch integrierte Planung lassen sich Synergien heben und Effizienzpotenziale nutzen.
Die Signale aus der Wirtschaft sind eindeutig: Unternehmen verlagern zunehmend Teile ihrer Wertschöpfungskette ins Ausland und stellen Innovationsvorhaben zurück. Wenn wir diesen Trend umkehren wollen, müssen die Standortfaktoren hierzulande verbessert werden. So können Betriebe wieder mit Zuversicht investieren und Wertschöpfung im Land halten.
Der Österreichische Infrastrukturreport 2026 der Initiative Future Business Austria zeigt mit treffenden Analysen und gezielten Handlungsempfehlungen, was notwendig ist, um Österreich wieder in eine führende Position zu bringen.

DR. PETER HAJEK
MANAGING PARTNER, PETER HAJEK PUBLIC OPINION STRATEGIES GMBH
Die Bedeutung einer leistungsfähigen Infrastruktur für die Wettbewerbsfähigkeit und für die Zukunftsfähigkeit Österreichs könnte kaum größer sein. Gerade in wirtschaftlich und geopolitisch herausfordernden Zeiten zeigt sich, wie stark Standortqualität, Investitionssicherheit und gesellschaftliche Resilienz von der Verfügbarkeit moderner und effizienter Infrastrukturen abhängen.
Der vorliegende Österreichische Infrastrukturreport 2026 liefert auch heuer wieder fundierte Einblicke in die Einschätzungen und in die Erwartungen österreichischer Führungskräfte. Die Ergebnisse der jährlichen empirischen Erhebung für den Österreichischen Infrastrukturreport zeigen deutlich, dass die Sensibilität für Infrastrukturfragen kontinuierlich steigt, von Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit über Energie und Verkehr bis hin zu Breitband und Digitalisierung. Entscheidungsträger aus Wirtschaft und Politik erhalten mit diesem Report eine wertvolle Grundlage, um aktuelle Herausforderungen klarer zu erfassen und strategische Prioritäten für die Zukunft zu setzen. Besonders hervorzuheben ist, dass die Anforderungen an Quantität, Qualität und Nachhaltigkeit von Infrastrukturen steigen. Die Ergebnisse verdeutlichen nicht nur bestehende Defizite, sondern zeigen auch konkrete Handlungsfelder auf, wie Österreich seine Position als wettbewerbsfähiger und attraktiver Standort langfristig sichern kann.
Ich wünsche der Initiative Future Business Austria weiterhin viel Erfolg und allen Leserinnen und Lesern eine erkenntnisreiche Lektüre über die infrastrukturpolitischen Zukunftsthemen unseres Landes.
PARTNER
FUTURE BUSINESS AUSTRIA 2025









